Über Andalusien
 
Praktische Tipps
 
Anfahrtsweg
 
Stadtpläne und
Landkarten
señaletica. Viajeros discapacitados. Andalucia

Reiseführer von Andalusien > Behinderte Reisende

Behinderte Reisende


Die Mobilität, die Möglichkeit sich von einem zum anderen Ort zu bewegen, ist für jede Person unerlässlich. Um dies nachzuweisen, reicht es, wenn wir nachdenken, was wir an irgendeinem Tag alles machen: wir verlassen unser Zuhause um in die Schule, zur Arbeit, zum Einkaufen, ins Kino zu gehen oder um einen Freund zu besuchen. Manchmal liegt alles in der Nähe, aber manchmal auch nicht. Bei manchen Gelegenheiten können wir uns von einem Ort zum anderen alleine bewegen, aber andere Male müssen wir auf ein Transportmittel zurückgreifen, um die Entfernungen zu überbrücken. Können dies alle Bürger tun? Es ist klar, dass dies nicht möglich ist. Wir sind noch weit davon entfernt, in Städten zu leben, die sich den Bedürfnissen aller anpassen.

Diese Zeilen sollen Behinderten auf Reisen als allgemeine Information über die öffentlichen Verkehrsmittel und im Einzelnen, der meist benutzten, dienen.


Reisen mit der Bahn

Discapacitado. Viajar tren. Andalucia1989 unterzeichnete RENFE (die spanische Bahngesellschaft) mit dem Königlichen Verband zur Vorsorge und Betreuung von behinderten Personen einen Vertrag und 1993 einen weiteren mit dem IMSERSO mit dem Ziel, die Bahn so zu gestalten, dass auch Personen mit eingeschränktem Bewegungsraum Zugang haben. Aufgrund dieser Abkommen werden alle neuen Bahnhöfe ohne irgendwelche Hindernisse gebaut. Die Bahnhöfe des AVE (ICE) sind zum Beispiel zugänglich. Zusätzlich werden stufenweise die bestehenden architektonischen Barrieren auf Bahnhöfen und in den Zügen eliminiert, so dass Personen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit bei der Ankunft am Bahnhof, beim Fahrkartenkauf, beim Zutritt auf den Bahnsteig, beim Besteigen des Zuges, während der Reise, beim Aussteigen und auf dem Weg bis zum Ausgang des Bahnhofs die geringsten Schwierigkeiten antreffen.

Die durchgeführten Anpassungen bedeuten im Allgemeinen folgendes:

  • Die Existenz von reservierten Parkplätzen, die dementsprechend gekennzeichnet sind.
  • Automatische Türen, um in die Bahnhofshalle zu gelangen;
  • Ein virtuelles Führungssystem für Blinde, die mittels Tönen zu einer Gegensprechanlage geführt werden, die sie mit der Kundenbetreuung verbindet; angepasste Fahrkartenschalter, die mit einem speziellem System ausgerüstet sind, das verhindert, dass durch die Lautsprecher eine Rückkopplung mit Hörgeräten von Schwerhörigen entsteht; Aufzüge oder Hebebühnen und ausfahrbare Rampen, sowie bewegliche Hebebühnen um das Einsteigen in den Zug zu erleichtern.
  • Für die Sicherheit der Blinden wurden auf den Bahnsteigen Sicherheitsabstandslinien eingerichtet, die leicht erkennbar sind und den Sicherheitsabstand anzeigen.

Zugängliche Bahnhöfe

Der Hochgeschwindigkeitszug AVE (ICE) ist so angepasst worden, dass er von behinderten Personen benutzt werden kann. Seine fünf Bahnhöfe sind voll zugänglich. Für den Bahnhof von Santa Justa in Sevilla, bekam RENFE 1991 den Helios Preis für Zugänglichkeit. Der Bahnhof des AVE (ICE) in Cordoba ist auch für Rollstuhlfahrer allgemein zugänglich und verfügt über weitere Mittel, um die Bedürfnisse von Reisenden mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit zu erfüllen.

Der Bahnhof von Puertollano ist, genau wie der von Ciudad Real, für Rollstuhlfahrer oder andere Behinderte voll zugänglich. Und letztendlich ist im Bahnhof von Madrid – Puerta de Atocha der Teil, der für Fernzüge und den AVE (ICE) vorgesehen ist, mit denselben Zugangsbedingungen ausgestattet, wie die restlichen Bahnhöfe der Hochgeschwindigkeitszüge.

In den fünf Bahnhöfen gibt es ein Büro mit persönlicher Assistenz, in denen Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit alle ihre Probleme lösen können.

Bahnhöfe, die teilweise angepasst wurden

Der Bahnhof von Madrid – Chamartin ermöglichen zehn hydraulische Aufzüge die Beweglichkeit von behinderten Personen. Vier weitere Aufzüge für Behinderte findet man auch im Bahnhof Principe Pio.

Auf folgenden RENFE Bahnhöfen wurden Umbauarbeiten durchgeführt, um die architektonischen Hindernisse zu eliminieren: Albacete, Badajoz, Barcelona (Sants), Cádiz, Gerona, León, Lorca (Murcia), Málaga, Madrid (Chamartín), Murcia, Oviedo, Palencia, Pontevedra, Santiago de Compostela (La Coruña), San Sebastián, Tudela (Navarra), Valladolid, Vitoria und Zaragoza. Der Bahnhof „El Portillo“ in Zaragoza sticht durch seinen guten Kundenservice hervor, speziell, wenn es sich um Behinderte handelt.

Die Situation in Nahverkehrszügen

In den Bahnhöfen des Nahverkehrsnetz der RENFE wurde ein Plan zur Anhebung der Bahnsteige durchgeführt, mit dem erreicht wurde, dass diese auf gleicher Höhe mit der Einstiegskante der meisten Eisenbahnwaggons liegt. Der Plan wurde zu 100% auf dem Streckennetz von Madrid, Barcelona, Sevilla, Malaga und Asturien ausgeführt und zu 85% auf dem Rest.

Wichtiger HINWEIS: Wenn Sie punktuelle Zweifel haben oder den Zustand irgendeines Bahnhofs erfahren möchten, rufen Sie das Informations- und Reiseassistenztelefon an, welches RENFE auf jedem der Bahnhöfe eingerichtet hat.



Flugreisen

Die neuen europäischen Regeln verbieten den Fluggesellschaften, einem Passagier aufgrund einer Behinderung den Zutritt zu verweigern oder zu diskriminieren. Es können allerdings Sicherheitsbedenken oder Höhere Gewalt eintreten (das Flugzeug ist zu klein oder kann nicht an die Bedürfnisse des Reisenden angepasst werden). Der Reisende hat aber ein Recht darauf, dass ihm die Fluggesellschaft einen anderen Flug zur Verfügung stellt oder ihm der Betrag des Flugtickets erstattet wird.

Die Verantwortlichen der Flughäfen müssen den Passagieren mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit, sowie denjenigen, die eine körperliche, psychische oder Sinnesbehinderung haben, Hilfe zur Verfügung stellen. Diese werden vom Flughafen und von der Fluggesellschaft an Bord kostenlos zur Verfügung gestellt.

Es ist angebracht, dass die Passagiere , die irgendeine Behinderung mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit haben oder im Rollstuhl sitzen, rechtzeitig anmelden, dass sie Hilfe brauchen. Desweiteren werden viele Probleme verhindert, wenn diese behinderten Personen die Reservierung über ein Reisebüro machen, da diese mit den Formalitäten und der für die Sonderreservierung benötigten Dokumentation vertraut sind. Auf jeden Fall, auch wenn der Passagier die Hilfe nicht rechtzeitig beantragt hat, sind die Flughäfen verpflichtet, alle Anstrengungen dafür zu unternehmen.

Normalerweise benötigen die Passagiere aufgrund ihrer Behinderung eine Sonderbehandlung und sind die ersten die ins Flugzeug einsteigen und die letzten, die aussteigen. Ebenso werden Personen mit Fortbewegungsproblemen spezielle Sitze mit klappbaren Armlehnen und in der ersten Reihe zugeteilt, da diese eine grössere Beinfreiheit zur Verfügung stellen.


Discapacitado AndaluciaReisende mit Fortbewegungsproblemen geniessen Priorität, um im Schrank in der Kabine den faltbaren Rollstuhl, Krücken, Gehstöcke, Gehhilfen, sowie andere Dinge, die dieser Person das Gehen erleichtern, unterzubringen.

Wenn Sie auf der Reise einen Rollstuhl benötigen, ist es notwendig, dies bei der Reservierung mitzuteilen. Der Rollstuhl wird aber normalerweise im Frachtraum als Gepäckstück befördert. Nur in wenigen Ausnahmen wird gestattet, den faltbaren Rollstuhl in den, für die Crew vorgesehenen, Schränken in der Kabine mitzunehmen. Da er als ein Gepäckstück mehr gilt, muss er mit einem Gepäckschein versehen werden, wird allerdings ohne Zusatzkosten transportiert.

Das Flughafenpersonal hilft den Rollstuhlfahrern beim Einsteigen, gibt rechtzeitig Bescheid, wieviel Zeit zum Boarding bleibt und bringt Sie zum Flugsteig. Danach begleiten sie diejenigen durch den Finger oder mittels eines Kleinbusses oder angepasstem Bus bis zum Flugzeug.

Im Flugzeug selbst wird ein sehr schmaler Rollstuhl zur Verfügung gestellt, mit dem man zum zugeteilten Platz gebracht wird. Die Crew hilft diesen auch beim Hinsetzen und wird sich speziell, in allem was sie brauchen, um sie kümmern.

Ausserdem ist es wichtig, dass die Fluggesellschaft, mit der sie reisen, ihre Begleitung am Zielflughafen benachrichtigt, damit sie den Empfang des behinderten Reisenden vorbereiten können. Jedenfalls ist es ratsam, dass der Reisende der Crew vor dem Landeanflug mitteilt, dass der Rollstuhl als Gepäck aufgegeben wurde, so dass der Rollstuhl bei Ankunft bereit gestellt werden kann. Aus diesem Grund sind Reisende mit einer Behinderung die letzten beim Aussteigen.


Schiffsreisen

Laut dem autonomen Organismus der staatlichen Häfen, wurden eine Reihe von Umbauten zur Modernisierung und Rehabilitierung der Passagierterminals, einschliesslich der Eliminierung architektonischer Hürden in den Häfen von Algeciras, Cádiz, Ceuta, Gijón, Las Palmas, Marín-Pontevedra und Santa Cruz auf Teneriffa durchgeführt.

Für ihren Teil, hat die Gesellschaft Trasmediterranea, eine der grössten, die in Spanien operiert, erklärt, dass sie beim Neubau der Hafenanlagen in Barcelona und Las Palmas auf Gran Canaria die Eliminierung architektonischer Hürden in Betracht ziehen werden.

Im Bezug auf die Schiffe, wurden beim Bau der letzten fünf Schiffe besagter Gesellschaft, Verbesserungen eingeführt, wie z.B. die Anpassung einer Kabine und Behindertentoiletten. Sie verfügen über einen Aufzug und die Innentüren des Schiffs weisen keine Schwellen auf. Die Schiffe vom Typ Fast-Ferry sind mit Sitzplätzen für Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit, Zugangsrampen und Behindertentoiletten ausgestattet.

In all ihren Schiffen gibt es normalerweise ein oder zwei Rollstühle, die den Reisenden zur Verfügung stehen. Das gleiche gilt für die Hafenanlagen, in denen die Schnellboote anlegen.

In den Informationsbroschüren über die Schiffe ihrer Flott, die die Gesellschaft Trasmediterranea zusammen mit Information über die Serviceleistungen im allgemeinen an die Reisenden herausgibt, findet man spezielle Information über die Zugangsmöglichkeiten von jedem einzelnem der Schiffe.

Gesellschaft Trasmediterranea. Tel.: 91 322 91 00 - 91 322 91 00



Busreisen

Damit man den Bus benutzen kann, müssen bei der Abfahrt in der Busstation, im Bus selbst und an den Raststätten, gewisse Voraussetzungen gegeben sein. Dies gilt für Ausflüge, Linienbusse und Sonderfahrten.

Die Busbahnhöfe sind, bis auf einige Ausnahmen, im allgemeinen schlecht zugänglich. Ein Teil der Raststätten des Hauptstrassen- und Autobahnnetz sind nur notdürftig zugänglich. Allerdings muss hier erwähnt werden, dass es, dank einer Vereinbarung der Autobahnbetreiber mit der ONCE Stiftung einige Ausnahmen gibt.

Und bei den Fahrzeugen haben nur wenige Transportunternehmen sich dazu entschieden, die Busse für den Strassentransport von Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit anzupassen.




Städtische Autobusse

Discapacitado bus. andaluciaDie Bushaltestellen weisen immer noch in den meisten spanischen Städten ein grosses Defizit auf, was die Zugangsbedingungen betrifft, obwohl die integralen Zugangspläne in einigen Städten zulassen, dass sie den Bedürfnissen der Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit angepasst werden.

Im Bezug auf die Fahrzeuge, sind es die Busse mit Stufen im Einstieg, die in den meisten Städten im Betrieb sind und folglich das Einsteigen von Rollstuhlfahrern mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit unmöglich machen. Die Einrichtung von Hebebühnen ist sehr selten. Zahlreicher sind die Mittel, die den Zugang für Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit der Motorik und Seh- oder Hörbehinderten erleichtern.

Einen qualitativen Sprung zugunsten der Zugänglichkeit in den Bussen gab es in diesem Jahrzehnt, als man in den Flotten Autobusse einführte, die einen mit dem Bordstein bündigen Einstieg haben. Dennoch ist die Tatsache, dass die Flottenrenovierung der tiefen Autobusse nicht wegen der Anpassung für Personen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit passiert, sondern aufgrund einer puren Verbesserung des Betriebs. Das führt dazu, dass in den meisten tiefen Autobussen keine Zusatzelemente installiert werden, die für Behinderte sehr wertvoll sind, wie z.B. eine Rampe zum Ein- und Aussteigen, die nach dem Gebrauch wieder einfährt.

Zur Zeit ist die Existenz von Tarifmassnahmen zugunsten der Behinderten in den spanischen Städten noch sehr verschieden. In den meisten der Städte existieren sie überhaupt nicht.



Marbella


Estepona


Conil


El Rompido


Grazalema


Torrox Costa





Marbella HotelConil HotelRonda HotelHuelva HotelNerja Appartment
Estepona HotelCosta del Sol HotelsCosta de la Luz Hotels